19. Dezember 2016 (Mo.) | Von: Katholisches Stadtdekanat Bonn | Pressestelle

Kindersegnung im Bonner Münster

BONN. Kleine und große Kinder und auch ganze Familien sind ins Bonner Münster eingeladen zu einer besonderen Segensfeier. Am Mittwoch, 28. Dezember 2016, um 11.00, 15.00 und 16.00 Uhr, wird an der Stadtkrippe neben dem Hauptportal eine Segensfeier für Kinder angeboten. Nach einem Lied und einem Gebet kann jedes Kind persönlich gesegnet werden.

Am 28. Dezember, dem Tag der Unschuldigen Kinder, denkt die Kirche an den in der Bibel überlieferten Kindermord in Bethlehem. Auch heute sind Kinder vielen Gefahren ausgesetzt und finden nicht nur Schonraum in der Welt. Die Kindersegnung will den Kindern zusagen, dass Gott selbst sie liebt und behütet.

"Kinder bedürfen besonders des Segens, der Zusage des Guten", erläutert Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher. "Sie haben einerseits ihr Leben vor sich und andererseits sind sie schutzbedürftiger als Erwachsene." Ein Anlass, Kinder besonders zu segnen, sei das Weihnachtsfest, denn eben dann feierten die Christen, dass Gott selbst ein Kind geworden ist.

Hintergrund: SEGEN, SEGNEN Das Segnen verdeutlicht zeichenhaft Gottes Zusage an jeden Menschen: "Dich habe ich lieb!" Diese Liebe drückt sich in der Krippe durch die Menschwerdung Gottes aus, aber ebenso durch den hingebungsvollen Tod am Kreuz, weshalb mit dem Kreuzzeichen gesegnet wird. Das griechische Wort für Segen "eulogein" und das lateinische "benedicere" bedeuten beide "Gutes sagen" (Gutes zusagen, Gute Zusage). Im Deutschen ist davon das kaum noch gebräuchliche "benedeien" abgeleitet. Die hebräische Wortwurzel für Segnen "brk" bedeutet eigentlich "ansehen". Die uralte Geste des Segens antwortet damit auf menschliche Bedürfnisse, die für uns als soziale Wesen das ganze Leben hindurch grundlegend bleiben: Zuwendung und angesehen werden, angesprochen und anerkannt werden.

 

 

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